Die Modellwerft, Schiffsmodellbau
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Baubericht Hochseeschlepper “Hermes”
VM trifft KM
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Bei der Suche nach einem neuen Modell, fand ich auf der Seite www.modelmast.com den Baukasten des Hochseeschleppers Hermes. Das Original wurde 1922 auf der Norderwerft AG für die Bugsier-Reederei in Hamburg gebaut und war der erste deutsche Hochseeschlepper mit Dieselantrieb. Stationiert war er in Cuxhafen Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges übernahm die Kriegsmarine den Schlepper. Nach der Okkupation Frankreichs wurde die “Hermes” nach Frankreich verlegt und in St. Malo stationiert. Dort wurde er am 19.07.1944 (als Wrack) von Bomben getroffen und versenkt. Im Juli 1945 wurde die “Hermes” gehoben und in Brest repariert und ausgerüstet. Am 01.04.1949 als “Tenace” (ATA 226-A669) in der französischen Marine in Dienst gestellt. Seit 1954 der Hafenverwaltung in Dakar unterstellt. Bis zum 01.07.1971 versah sie dort ihren Dienst und wurde am 13.01.1972 außer Dienst gestellt. Sie soll in Dakar verkauft worden sein. Verbleib unbekannt. -  Länge 40,8 m,  Breite 6,96 m,  Tiefgang 3,70 m. -  Verdrängung 270 BRT,  Zweischraubenantrieb -  Antrieb 2×6 Zylinder 4T,  AEG-U-Boot-Dieselmotoren, -  Maschinenleistung 1400 PS -  1939 neu motorisiert 2 x MWM 1610 PS, -  Geschwindigkeit 13,5 kn, > zur ausführlichen Schiffschronik
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Gekauft wurde der Komplettbaukasten von der  polnischen Firma modelmast.com. Zahlung und Lieferung waren problemlos. Das Modell basiert auf dem Plan aus der Zeitschrift Modellwerft 5/79. Ein großer Plan (hochkopiert) wird im Baukasten  mitgeliefert. Der Rumpf ist aus GFK, sehr stabil und sauber laminiert (fast schon eistauglich). Außen sind Stahlplatten mit Nieten imitiert. Eine gute Vorlage zum Bau ist der  Kartonbogen vom Hamburger Modellbaubogen Verlag.
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Als erstes wurde das Akkufach für 4 Stück Bleiakkus mit 6 V/5 A eingebaut. Als Bordspannung kommen 12 V  (10 Ah) zum Einsatz. Nach dem Badewannentest wurde festgestellt, dass etwa 1,5 kg Ballast notwendig sind, um das Modell auf Wasserlinie zu bringen. Deshalb sind zwei Fächer, eins im Bug und eins am Heck für die Aufnahme von Bleigewichten verbaut. Als Antrieb fungieren zwei Bühler Motoren für 12 V(499 BB HQ). Als Befestigung dient eine Halterung aus Alu, die mit Epoxi auf einem Zwischenbrett fixiert wurde. Die beiden wartungsfreien Wellen sind von Raboesch. Das Ruder wurde selbst angefertigt und besteht aus einem Messingstab der oben in einem Aluminiumrohr läuft und unten als Zapfen in einem Stück Messing. Das Ruder besteht aus ABS und wurde, verstärkt mit waagerechten Messingzapfen, anlaminiert. Angelenkt wird das Ruder über einen doppelten Seilzug. 22.12.2014
Um eine bessere Manövrierfähigkeit zu erhalten, wurde ein Querstrahlruder (16/14 mm) von Raboesch eingebaut. Ist am Original nicht vorhanden, sieht im Wasser aber niemand (?). Angesteuert wird der 7,2 V Motor über einen Regler, der mit 12 V betrieben wird. Auf dem Sender wurde der Servo auf 40 % gesetzt, damit nicht zu viel Spannung ankommt. Funktioniert, zumindest in der Badewanne, sehr gut. Die auf den Fotos zu sehende Testverkabelung wird natürlich noch ordentlich verlegt. Da die 4 Bleiakkus als Gewicht nicht ausreichend sind, wurde ca. 1 kg Blei als zusätzlicher Ballast eingebaut. 12.03.2015
Bei der Jungfernfahrt wurde festgestellt, dass die Wirkung des Querstrahlruders nicht ausreichend ist. Also rausgedremelt und weiter vorn eingebaut, ca. 20 cm vom Bug entfernt. Danach wurde die Verkabelung neu verlegt und das Deck mit den beiden seitlichen Aufbauten montiert.
Dezember 2015
August 2014
März 2015
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Bis zum Mai 2017 erfolgte der Ausbau der abnehmbaren Aufbauten. Eingebaut wurde die Innenbeleuchtung, vier Scheinwerfer, der obere Suchscheinwerfer, ein Sondmodul und ein Lautsprecher.. Die Stromversorgung erfolgt vom Rumpf aus mit 12 V. Ein Spannungskonverter (auf 6 V), die Verteilung und diverse Schalter wurden auf ein ausbau- bares Modul montiert. Die Ansteuerung aller Funktionen erfolgt mit einem zweiten Empfänger GR-16.
September 2015 - Jungfernfahrt in Crinitz
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Nach dem Testen der Grundfunktionen wurden folgende Einbauten vorgenommen:    - Einbau Schalter für die Versorgungsspannung des Empfängers    - Einbau einer Wasserpumpe für den Betrieb eines Löschmonitors, einschl. Wasserdurchführung im Rumpf    - Einbau eines Kabelbaums zum Anschluss der Aufbauten Weiterhin wurde das General Engine Modul 33610 von Graupner, zwischen Akku und Fahrregler eingeschleift und mit mit dem  Telemetrie- anschluss des Empfängers verbunden. Damit ist es möglich die Spannung der Akkus, den aktuellen Strom und die entnommene Kapazität auf dem Sender (MZ-18) anzuzeigen. Ist nicht ganz so wichtig, aber macht trotzdem Spaß. Weitere Sensoren wie Temperatur und Drehzahl wurden nicht verwendet. Die beiden Motoren ziehen 3.2 A bei Vollgas. Nach etwa 2 h gemischten Fahrbetrieb sind ca. 4 Ah verbraucht worden. Mit 10 Ah kann man, also gut 4 Stunden unterwegs sein
Bis zum Mai 2016 erfolgte die Lackierung des Rumpfes und der Aufbauten. Das Deck bekam einen Belag aus Mahagoni und der Fahrstand wurde mit Mahagonileisten verkleidet. Die Fahreigenschaften sind sehr gut. Durch den schlanken Rumpfen ergibt sich eine hohe Geschwindigkeit. Der Silikonschlauch backbords dient nur zum Test für den geplanten Löschmonitor. Dieser ist am Original nicht vorhanden, soll aber etwas Spaß bringen.
Mai 2016
Juli 2017
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Mai 2018
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Nach dem Einbau aller Komponenten und aller Decksaufbauten wurde beim Fahrbetrieb festgestellt, dass der Schwerpunkt des Schiffes zu hoch liegt. Es ergibt sich eine starke Krängung bei Kurvenfahrt und diese sieht gefährlich aus. Dafür verantwortlich ist das zu hohe Gewicht der Aufbauten un deren Einbauten. Besser wäre es gewesen die mitglieferten Aufbauten neu und leicht zu bauen und darin keine Einbauten vorzusehen. Deshalb wurde die eingebaute Platte für die Auflage der 4 Akkus entfernt und nur 2 Akkus (6V/5 A) eingebaut. Diese liegen gemeinsam mit den Ballastgewichten direkt in Rumpf auf. Das Gewicht der Akkus beträgt 1,9 kg, das Ballastgewicht ca. 2 kg. Damit liegt die Hermes gut im Wasser, wenn auch etwa 1 cm zu tief. Die Fahrzeit mit den beiden Akkus liegt bei etwa 2 h im gemischten Fahrbetrieb. Eine neue Besatzung, natürlich unter Berücksichtigung der Frauenquote hat ebenfalls angeheuert. (Preiser)
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16082018
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Bei der Suche nach einem neuen Modell, fand ich auf der Seite www.modelmast.com den Baukasten des Hochseeschleppers Hermes. Das Original wurde 1922 auf der Norderwerft AG für die Bugsier-Reederei in Hamburg gebaut und war der erste deutsche Hochseeschlepper mit Dieselantrieb. Stationiert war er in Cuxhafen. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges übernahm die Kriegsmarine den Schlepper. Nach der Okkupation Frankreichs wurde die “Hermes” nach Frankreich verlegt und in St. Malo stationiert. Dort wurde er am 19.07.1944 (als Wrack) von Bomben getroffen und versenkt. Im Juli 1945 wurde die “Hermes” gehoben und in Brest repariert und ausgerüstet. Am 01.04.1949 als “Tenace” (ATA 226-A669) in der französischen Marine in Dienst gestellt. Seit 1954 der Hafenverwaltung in Dakar unterstellt. Bis zum 01.07.1971 versah sie dort ihren Dienst und wurde am 3.01.1972 außer Dienst gestellt. Sie soll in Dakar verkauft worden sein. Verbleib unbekannt. -  Länge 40,8 m,  Breite 6,96 m,  Tiefgang 3,70 m. -  Verdrängung 270 BRT,  Zweischraubenantrieb -  Antrieb 2×6 Zylinder 4T,  AEG-U-Boot-Dieselmotoren, -  Maschinenleistung 1400 PS -  1939 neu motorisiert 2 x MWM 1610 PS, -  Geschwindigkeit 13,5 kn, > zur ausführlichen Schiffschronik
Gekauft wurde der Komplettbaukasten von der  polnischen Firma modelmast.com. Zahlung und Lieferung waren problemlos. Das Modell basiert auf dem Plan aus der Zeitschrift Modellwerft 5/79. Ein großer Plan (hochkopiert) wird im Baukasten  mitgeliefert. Der Rumpf ist aus GFK, sehr stabil und sauber laminiert (fast schon eistauglich). Außen sind Stahlplatten mit Nieten imitiert. Eine gute Vorlage zum Bau ist der  Kartonbogen vom Hamburger Modellbaubogen Verlag.
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