Baubericht
Hochseeschlepper “Hermes” von 1923
veröffentlicht in der Zeitschrift „Schiffsmodell“ 4/2023
Original
Länge
: 40,59 m
Breite
: 6,88 m
Tiefgang
: 3,71 m
Vermessung
: 275 BRT
Motor
: 2×6 Zylinder 4T, AEG-U-Boot-Dieselmotoren,1400 PS
ab 1939, 2 Motoren Mannheimer Motorenwerke, 1610 PS,
Modell im Maßstab 1:35
Länge
: 1,22 m
Breite
: 0,21 m
Tiefgang
: 0,10 m
Gewicht
: 11,30 kg mit Akku und Besatzung
Motor
: Bürstenmotor, Bühler 499 BB, 1500/min bei 12 V
August 2018
Historisches
Im
Jahr
1922
erteilte
die
Hamburger
Bugsier-Reederei
und
Bergungs-A.G.
einen
Auftrag
zum
Bau
eines
Doppelschrauben-
Motorschleppers
und
Bergungsfahrzeuges.
Es
wurde
eine
Mindestgeschwindigkeit
von
13
Knoten
gefordert,
die
auch
bei
rauher
See
gehalten
werden
konnte.
Vor
der
Kiellegung
wurde
in
einer
Schiffsbauversuchsanstalt
die
beste
Rumpfform
ermittelt.
Er
war
der
erste
deutsche
Hochseeschlepper
mit
Dieselantrieb.
Die
Hauptabmessungen
des
Schiffes
betrugen
in
der
Länge
40,59m,
Breite
auf
Spanten
6,88
m,
Tiefgang
3,71
m
und
die
Vermessung
ergab
275
BRT
.
Die
Maschinenanlage
sollte
nicht
zu
schwer
werden
und
einen
minimalen
Verbrauch
aufweisen.
Passende
Dieselmotoren,
die
eigentlich
für
U-Boote
vorgesehen
waren,
standen
bei
der
damaligen
Reichstreuhandstelle
zur
Verfügung.
Die
von
der
AEG
in
Berlin
gebauten
Maschinen
waren
für
die
kaiserliche
U-Boot
Flotte
vorgesehen
und
sollten
laut
Versailler
Vertrag
vernichtet
werden,
wenn
es
nicht
gelang
diese
für
friedliche
Zwecke
bis
zu
einem
bestimmten
Termin
zu
verwenden.
Aus
Zeitgründen
wurden
die
vorhandenen
Maschinen
schon
auf
der
Helling
auf
die
Fundamente
des
Schleppers
gesetzt
und
das
Schiff
um
diese
herum
gebaut.
Für
die
beiden
Hauptmaschinen
kamen
direkt
umsteuerbare
6
Zylinder-Viertakt-Dieselmotoren
zum
Einsatz.
Die
Dauerleistung
betrug
bei
375
Umdrehungen
1400
PS.
Die
Leistung
wurden
auf
zwei
Schrauben
aus
Bronze
übertragen
und
so
konnten
13,5
Knoten
erreicht
werden.
Die
Anlassluft
für
die
Maschinen
wurde
in
Druckflaschen
mitgeführt.
Der
Aktionsradius
betrug
4500
SM
bei
45
t
Bunkerinhalt.
Durch
den
Einbau
von
zusätzlichen
Tanks
(insgesamt
110
t)
konnte
die
Reichweite
fast
verdoppelt
werden.
Das
Schiff
wurde
nach
den
Vorschriften
des
Germanischen
Lloyd
gebaut
und
erhielt
die
Klasse
100
A
K(E).
Der
Balkenkiel,
Vorder-
und
Achtersteven
bestanden
aus
Schmiedeeisen,
die
Wellenböcke
aus
Stahlguss.
Die
Bodenwrangen
liefen
über
den
Kiel
durch.
Im
Vorschiff
bis
zum
Brückenaufbau
wurde
eine
versenkte
Back
vorgesehen,
wodurch
überkommendes
Wasser
schnell
wieder
abgewiesen
werden
konnte.
Auf
der
Back
stand
das
elektrische
Ankerspill
für
die
beiden
Patentanker.
Hinter
dem
Ankerspill
befand
sich
ein
langes
Oberlicht
mit
verschließbaren
Fenstern,
die
Licht
und
Luft
zu
den
darunterliegenden
Wohnräumen
zuführten.
An
die
Back
schloss
sich
das
Brückenhaus
mit
einer
geräumigen
Messe
und
dem
Niedergang
für
die
Wohnräume
enthielt.
Das
Brückenhaus
trug
vorn
ein
Teakholzhaus,
in
dessen
Vorraum
die
elektrische
Rudermaschine
und
ein
Steuerkompass
installiert
waren.
Hinter
dem
Ruderhaus
befanden
sich
das
Kartenhaus
und
der
Funkraum.
Über
dem
Brückenhaus
befand
sich
ein
zweiter
Steuerstand
mit
einem
kleinen
Aufbau
auf
dem
ein
starker
Scheinwerfer
montiert
war.
Hinter
dem
Steuerhaus
über
dem
Maschinenschacht
stand
der
ovale
Schornstein,
welcher
die
Auspuffrohre
der
Dieselmotoren
und
die
Schornsteine
für
Heizkessel
und
Kombüse
aufnahm.
Dahinter
befanden
sich
zwei
große
Lüfter.
An
der
Rückseite
des
Maschinenhauses
befand
sich
die
Schleppeinrichtung
mit
den
Patenthaken.
Für
die
Führung
der
Trosse
waren
auf
dem
hinteren
Deck
zwei
Schleppbögen
angebracht.
Hinter
der
Schleppeinrichtung
war
eine
Verholwinde
montiert.
Dann
folgte
ein
Oberlicht
mit
Niedergang
für
die
hinteren
Wohnräume.
Im
Zwischendeck
des
Vorschiffes
lagen
die
Wohnräume
des
Kapitäns.
Der
Schlepper
hatte
zwei
Pfahlmasten
zur
Aufnahme
der
Lampen,
Antennen
und
Signaleinrichtungen.
Am
Großmast
war
ein
Ladebaum
befestigt.
Später
wurde
dieser
entfernt.
Alle
Hilfsmaschinen
waren
elektrisch
angetrieben.
Die
Versorgung
mit
Strom
übernahmen
zwei
Generatoren
mit
je
17,5
kW
Leistung.
Die
„Hermes“
war
mit
einer
großen
Pumpe
(360m³/h)
und
allen
erforderlichen
Bergungsgeräten,
wie
Trossen,
Ketten,
Tauchergeräte,
weiteren
Pumpen
und
einem
Reserveanker
ausgerüstet.
Als
Boote
standen
ein
Motorrettungsboot
mit
6
PS
und
ein
schweres
Arbeits-
und
Taucherboot
zur
Verfügung
die
an
den
beiden
Klappdavits
ausgesetzt
werden
konnten.
Der
Rumpf
besaß
zur
Sicherheit
keine Bullaugen. Die Besatzung bestand aus 17 Mann.
Der
Stapellauf
des
Schiffes
erfolgte
am
15.12.1922.
Die
„Hermes“
wurde
am
23.05.1923
bei
der
Bugsier-Reederei
und
Bergungs-A.G.
in
Dienst
gestellt
und
wurde
in
Cuxhafen
stationiert.
Die
Probefahrt
fand
am
14.
Juni
1923
statt.
Danach
folgten
zahlreiche
Einsätze,
wie
eine
Schleppreise
mit
3
Bargen
nach
Lobido
(Angola)
und
viele
andere
Bergungseinsätze.
Am
23.11.1930
fand
ein
Bergungseinsatz
für
den
Dampfer
„Luise
Leonardt“
statt.
Leider
war
keine
Bergung
möglich
und
der
Dampfer
sank.
1934
wurde
der
griechische
Dampfer
„Leonidas“
vor
Kap
Arkona
geborgen
und
nach
Kiel
geschleppt.
Im
September
1939
wurde
der
Schlepper
durch
die
Kriegsmarine
übernommen
und
in
Brest
und
Dünkirchen
stationiert.
Im
Oktober
1939
erhielt
er
eine
neue
Maschinenanlage
der
Mannheimer
Motorenwerke
mit
1610
PS.
Die
Bewaffnung
bestand
aus
einer
2
cm
Flak
auf
der
Back,
montiert
auf
einem
Gestell
und
zwei
MGs.
In
den
folgenden
Jahren
wurde
der
Schlepper
in
der
Nordsee
und
an
der
französischen
Küste
eingesetzt.
Am
26.6.1940
wurde
der
Tanker
„Schwarzes
Meer“
freigeschleppt
der
vor
Stavanger
aufgelaufen
war.
Im
September
1940
nahm
das
Schiff
am
Unternehmen
Seelöwe
teil
(geplante
Invasion
Großbritanniens).
Am
17.4.
1941
begleitete
die
„Hermes„
einen
Geleitzug
von
Brest
nach
St.
Nazaire
gemeinsam
mit
Sperrbrechern.
Ein
Bombenangriff
konnte
abgewehrt
werden.
Am
30.9.1941
lag
die
„Hermes“
in
der
Kriegsmarinewerft
Brest.
Am
10.11.1942
erhielt
die
„Hermes“
bei
einem
englischen
Luftangriff
einen
Bombentreffer
und
sank.
Danach
wurde
sie
gehoben
und
repariert.
Am
10.07.1944
sinkt
die
„Hermes“
erneut
nach
einem
alliierten
Luftangriff
im
Hafen
von
St.
Malo.
Im
Juli
1945
wird
das
Schiff
gehoben,
repariert
und
bei
der
französischen
Marine
als
Flottenschlepper
„Tenace“
(ATA
226-A669)
in
Dienst
gestellt.
Am
01.09.1971
wird
das
Schiff
außer
Dienst
gestellt
und
in
die
Reserve
überführt.
Am
13.01.1972
wird
sie
endgültig
außer
Dienst
gestellt
und
als
Hulk
Q
490
geführt.
1973
wird
die
ehemalige
„Hermes“
in
Dünkirchen
abgebrochen.
Laut Gröner „Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 6“ ist sie 1974 aus dem Flottenhandbuch gestrichen worden.
Baukasten
Im
Internet
bin
ich
zufällig
auf
die
Seite
www.modelmast.de
geraten.
Dort
gibt
es
ein
sehr
gutes
Angebot
an
Rümpfen
und
Komplettbaukästen
aus
GFK.
Am
besten
gefallen
hat
mir
der
Hochseeschlepper
„Hermes“
von
1923
im
Maßstab
1:35
und
mit
einer
Rumpflänge
von
122
cm.
Also
den
Komplettbaukasten
für
214
Euro
bestellt.
(Preis
2022,
269
Euro).
Zahlung
und
Lieferung
waren
problemlos,
Das
Modell
basiert
auf
dem
Bauplan
aus
der
Zeitschrift
„Modellbau
heute
5/1979“
vom
Militärverlag
der
DDR.
Das
Modell
kam
gut
verpackt
an
und
enthielt
alle
bestellten
Teile
in
guter
Qualität.
Alle
Teile
sind
sauber
laminiert
und
sehr
stabil,
der
Rumpf
schon
fast
eistauglich.
Der
Rumpf
wurde
mit
fertigen
Backdeck,
dem
Rumpfdeckel
mit
Ausschnitten
und
anlaminierten
Wellenhosen
geliefert.
Ebenfalls
liegen
die
Decksaufbauten,
insgesamt
6
Stück
bei.
Alles
besteht
aus
ziemlich
dicken
GFK.
Daraus
ergab
sich
unter
anderen
später
das
Problem
mit
dem
zu
weit
oben
liegenden
Schwerpunkt.
Heute
würde
ich
die
Aufbauten
aus
leichtem
Material
herstellen.
An
der
Außenseite
des
Rumpfes
sind
Stahlplatten
mit
Nieten
imitiert.
Das
sieht
sehr
gut
aus,
ist
aber
wie
sich
später
herausstellte
nicht
so
optimal,
da
die
Farbe
im
Bereich
des
Bootsständers
an
den
Nieten
oft
abgescheuert
wird.
Dem
Baukasten
liegt
ein
hochkopierter
Plan
aus
der
Zeitschrift
„Modellbau
heute
5/1979“.
bei,
nach
dem
es
sich
recht
gut
bauen
lässt.
Weiterhin
habe
ich
mir
den
Kartonbogen
der
„Hermes“
vom
Hamburger
Modellbaubogen
Verlag
im
Maßstab
1:250
beschafft.
Gebaut
habe
ich
das
Kartonmodell
nicht,
aber
die
gedruckten
einzelnen
Teile
sind
sehr
hilfreich
beim
Bau,
da
der
beiliegende
Bauplan
nicht
alle
Details
wiedergibt.
Im
Internet
gibt
es
leider
nicht
sehr
viele
Informationen
und
auch
wenige
Fotos.
Sehr
hilfreich
für
den
Bau
und
die
Geschichte
der
„Hermes“
waren
die
Artikel
aus
der
Zeitschrift
„Modellbau
heute
5/1979“
und
aus
dem
Heft
„Das
Logbuch
15/1979
vom
Arbeitskreis historischer Schiffbau e.V.
Rumpf
Als
erster
Schritt
wurde
der
Rumpf
ausgebaut.
Vorgesehen
wurde
ein
Akkufach
für
4
Bleiakkus
6V/5A,
die
auch
als
Ballast
dienen
und
für
lange
Fahrtzeiten
sorgen
sollten.
Nach
einem
Badewannentest
habe
ich
festgestellt,
dass
zusätzlich
etwa
1,5
kg
Gewicht
notwendig
ist
um
auf
die
Wasserlinie
zu
kommen.
Dazu
habe
ich
2
Fächer,
im
Bug-
und
Heckbereich
für
meine
standardisierten
Bleigewichte
(2x2x4
cm)
eingebaut.
Das
Ruderservo
wurde
auf
einem
Querträger
an
der
Stelle
des
hinteren
Oberlichts,
was
abnehmbar
ist,
eingebaut
und
mit
einem
doppelten
Ruderarm
versehen.
Das
Ruderblatt
wird
nicht
mitgeliefert
und
muss
selbst
gebaut
werden.
Es
besteht
aus
einem
Messingstab
der
in
einem
Rohr
läuft.
Das
Ruderblatt
ist
aus
ABS
und
wurde
an
die
Ruderwelle
anlaminiert.
Dazu
habe
ich
an
die
Ruderwelle
vorher
mehrere
Zapfen
angelötet,
die
in
das
Ruderblatt
führen.
Das
Rohr
für
die
Ruderwelle
wird
durch
den
Rumpf
geführt
und
ist
mit
zwei
Halterungen
am
Rumpf
befestigt.
Die
obere
Halterung
hält
das
Führungsrohr
und
in
der
unteren
Halterung
läuft
mit
einem
Zapfen
die
Ruderwelle.
Um
eine
bessere
Manövrierfähigkeit
zu
erreichen,
habe
ich
ein
Querstromruder
von
der
Firma
Raboesch
mit
einem
Durchmesser
von
14/16
mm
eingebaut.
Das
Original
hat
kein
Querstromruder,
aber
für
das
1,22
m
lange
Modell
ist
es
sehr
nützlich
und
3
m
vom Ufer entfernt sind ja auch weniger Details sichtbar.
Antrieb
Als
Antrieb
dienen
2
kugelgelagerte
Bürstenmotoren
von
Bühler
vom
Typ
499
BB.
Die
Motoren
sind
Langsamläufer,
drehen
mit
1500/min
bei
12
V
und
sind
sehr
leise.
Durch
den
12
poligen
Anker
laufen
sie
langsam
an
und
sind
sehr
kraftvoll.
Als
Regler
wurde
ein
Thor
24
HF
von
der
Firma
CTI
eingesetzt.
Trotz
der
hohen
Impulsfrequenz
ist
in
einer
bestimmten
Gasstellung
ein
Pfeiffen
zu
hören.
Die
3
Blatt
Propeller
sind
aus
Messing
und
haben
einen
Durchmesser
von
45
mm
(Raboesch
Form
A).
Für
die
Motoren
wurden
Halterungen
aus
Aluminium
gefertigt
die
in
den
Rumpf
mit
Epoxi
geklebt
wurden.
Als
Wellen
kamen
wartungsarme
Wellen
von
Raboesch
zum
Einsatz.
Um
Vibrationen
zu
mindern
und
einen
eventuellen
Versatz
der
Welle
zum
Motor
auszugleichen,
habe
ich
Elastic-Kupplungen
von
Gundert
eingesetzt.
Die
beiden
Motoren
ziehen
zusammen
3.2
A
auf
höchster
Fahrstufe.
Nach
etwa
2
h
gemischten
Fahrbetrieb
sind
ca.
4
Ah
verbraucht
worden.
Mit
einer
Kapazität
von
10
Ah
kann
man,
also
mindestens
3
Stunden
unterwegs
sein.
Die
Höchstgeschwindigkeit
ist
sehr
gut
und
entspricht
sicher
dem
Vorbild.Im
September
2015
wurde
eine
Testfahrt
mit
dem
unlackierten
Modell
durchgeführt.
Dabei
wurde
festgestellt,
dass
das
Querstromruder
kaum
Wirkung
zeigt,
da
es
zu
weit
hinten
eingebaut
wurde.
Die
Hebelwirkung
in
Bezug
auf
die
Hochachse
ist
zu
klein.
Also
wurde
das
Querstromruder
rausgedremelt
und
weiter
vorn,
ca. 20 cm vom Bug entfernt eingebaut. Die Wirkung ist recht gut.
Rumpf
Danach
habe
ich
den
Rumpf
weiter
ausgebaut.
Rechts
und
links
von
den
Akkus
befindet
sich
der
Empfänger,
der
Fahrregler
und
der
Regler
für
das
Querstromruder.
Zwischen
Akku
und
Fahrtregler
wurde
ein
General
Engine
Modul
von
Graupner
(33610)
eingesetzt.
Über
die
Telemetrie
lässt
sich
der
aktuelle
Stromverbrauch
und
andere
verschieden
Werte
an
meiner
Fernsteuerung
MZ-18
ablesen.
Auf
der
Steuerbordseite
habe
ich
einen
Löschmonitor
vorgesehen.
Im
Original
ist
dieser
nicht
vorhanden.
Dazu
ist
im
Rumpf
eine
Wasserpumpe
mit
Regler
eingebaut.
Den
Rumpf
und
die
Aufbauten
habe
ich
zuerst
mit
Primer
grundiert
und
dann
mit
Duplicolor-Spray
dreifach
lackiert.
Zum
Schluss
erfolgt
eine
Schicht
Klarlack
matt.
Das
hintere
Deck besteht aus einer zugekauften Decksplatte aus Mahagoni, die ebenfalls mit Klarlack versiegelt wurde.
Aufbauten
Alle
gelieferten
Aufbauten
sind
aus
ziemlich
dicken
GFK
hergestellt.
Der
Schornstein
fehlt
und
muss
selbst
angefertigt
werden.
Ich
habe
diesen
aus
einem
PVC-Vierkantprofil
hergestellt,
die
Rundungen
sind
aus
ABS.
Das
gesamte
Deckshaus
ist
abnehmbar
und
mit
Magneten
gesichert.
Das
Ruderhaus
und
der
obere
Steuerstand
wurde
mit
Mahagonileisten
beplankt
und
farblos
lackiert.
Die
Davits
wurden
aus
Messingprofilen
gelötet
und
die
Beiboote
hinzugekauft.
Leider
gibt
es
im
Internet
wenig
Bilder
für
diese
alten
Davids.
Wer
sich
für
diese
Details
interessiert,
sollte
am
besten
mal
im
Schifffahrtsmuseum
Bremerhafen
die
„Seefalke“
besuchen.
Die
Davids
werden
nach
dem
Aufsetzen
des
Deckshauses
einfach
zwischen
Schanzkleid
und
Deckshaus
eingeklemmt.
Unter
dem
hinteren
abnehmbaren
Oberlicht
befindet
sich
das
Ruderservo.
Am
Heck
wurde
die
gestufte
Platte
abnehmbar
gemacht,
um
die
Zugänglichkeit
zum
Ruder
zu
gewährleisten.
Auf
die
Persennings
vor
dem
Brückenhaus
und
hinter
dem
Maschinenhaus,
die
am
Original
vorhanden
sind,
wurde
verzichtet.
Die
beiden
Pfahlmaste
sind
aus
Buchenholz
und
im
oberen
Teil
konisch
abgedreht.
Die
Takelung
habe
ich
einfach
gehalten,
sie
könnte
so
in
den
30iger
Jahren
ausgesehen
haben.
Die
Verspannungen
bestehen
aus
dünner
Gummilitze,
da
die
Masten
beim
Transport
abgebaut
werden.
Die
Fahnen
und
Logos
wurden
bei
der
Firma
Blissenbach
bestellt,
die
sehr
gute
Qualität
liefert.
Die
beiden
Anker
fehlen,
da
ich
die
Klüsenrohre
einfach
vergessen
habe
und
als
der
Rumpf
fertig
war,
wurde
darauf
verzichtet.
Rein
theoretisch
ist
ein
nachträglicher
Einbau
möglich,
aber
die
Montage
wäre
sehr
kompliziert
und
nur
mit
der
Verwendung
von
chirurgischen
Instrumenten
möglich.
Wenigen
Besucher
sind
die
fehlenden
Anker
bisher
aufgefallen.
Vielleicht
baue
ich
diese
noch
ein.
Die
Winden
sehen
sehr
gut
aus,
sind
aber
aus
Messing.
Eine
weitere
unbedachte
Gewichtszunahme.
Die
beiden
Schleppbügel
wurden aus Messing gefertigt und mit einer Scheuerleiste aus Mahagoni versehen.
Elektronik
In
das
Deckshaus
wurde
die
zusätzliche
Elektronik
eingebaut.
Der
Grund
dafür
war,
dass
im
Rumpf
der
Platz
durch
den
Einbau
der
4
Akkus
knapp
war.
Zwei
2
ABS-Platten
die
verbunden
sind
nehmen
alle
Komponenten
auf.
Hier
befindet
sich
auch
der
2.
Empfänger
für
die
Steuerung
der
Zusatzfunktionen.
Hier
können
nur
Kanäle
benutzt
werden
die
nicht
im
ersten
Empfänger
belegt
sind.
Der
zuerst
eingebaute
Soundgenerator
von
Robbe
hatte
einen
sehr
schlechten
Klang.
Ich
habe
mich
dann
für
das
Soundmodul
USM-RC-2
von
Beier
Elektronik
entschieden,
da
hier
Echtsound
verwendet
wird
und
alle
Daten
auf
einer
SD-Karte
gespeichert
werden.
Weiterhin
sind
zwei
elektronische
Schalter
für
das
Licht
und
die
Scheinwerfer
verbaut.
Ein
Spannungskonverter
von
12
V
auf
6
V
liefert
die
Spannung
für
die
Beleuchtung.
Außerdem
gibt
noch
eine
Schalterleiste
zum
Abschalten
aller
Zusatzfunktionen.
Das
Soundmodul
stellt
das
Fahrgeräusch
(Großdiesel),
welches
durch
die
Fahrgeschwindigkeit
gesteuert
wird,
bereit
und
beinhaltet
auch
einen
WAV-Player.
Dort
habe
ich
10
passende
Musiktitel
aufgespielt.
Der
Lautsprecher
mit
10
W
befindet
sich
unterhalb
des
Schornsteins.
Einige
Bullaugen
habe
ich
ohne
Glas
eingebaut,
um
die
Lautstärke
zu
verbessern.
Weiterhin
wurden
3
Laternen
am
Mast,
sowie
2
Scheinwerfer
die
die
Back
und
2
Scheinwerfer
die
den
Heckbereich
beleuchten
montiert.
Entspricht
nicht
ganz
dem
Original,
könnte
aber
ev.
so
sein.
Das
Ruderhaus
ist
beleuchtet
und
auf
dem
oberen
Steuerstand
wurde
ein
starker
Scheinwerfer
montiert.
Die
Kabelverbindung
zum Rumpf wurde sehr lang ausgeführt, so dass das Deckshaus neben den Bootständer gelegt werden kann.
Besatzung
Die
Suche
nach
einer
Besatzung
gestaltete
sich
etwas
schwierig.
Nach
langen
suchen
fand
ich
die
Figurenbausätze
Adam
und
Eva
von
der
Firma
Preiser
in
1:32.
Leider
waren
diese
Bausätze
vergriffen,
aber
auf
Ebay
noch
zu
haben.
Der
Bausatz
besteht
aus
einzelnen
Körperteilen,
wie
Rumpf,
Arme
und
Beine
in
verschiedenen
Stellungen.
So
lassen
sich
die
Figuren
an
ihrem
Standort
auf
dem
Schiff
gut
anpassen.
Da
aus
dem
Bausatz
zwei
Frauen
„übrig“
waren,
habe
ich
diese
am
Heck
platziert.
Passt
eigentlich
nicht
zu
einem
Schlepper,
aber
die
Frauenquote
ist
damit
erreicht.
Die
Figuren
wurden
von
meiner
Frau liebevoll angezogen (angemalt).
Umbau des Rumpfes
Nachdem
das
Schiff
mit
allen
Beschlagteilen
fertig
war,
habe
ich
bei
den
ersten
Testfahrten
festgestellt,
dass
der
Schwerpunkt
des
Schiffes
zu
hoch
lag.
Bei
Kurvenfahrten
und
bei
leichtem
Wind
ergibt
sich
eine
bedrohliche
Krängung
des
Schiffes
und
auch
kleinere
Wellen
bringen
das
Schiff
zum
starken
rollen.
Für
den
zu
hohen
Schwerpunkt
ist
das
Gewicht
der
Aufbauten
und
der
Decksausrüstung
verantwortlich.
Ich
habe
nicht
so
richtig
an
diese
Zusatzgewichte
gedacht.
Bei
den
ersten
Testfahrten
ohne
Beschlagteile
und
Zusatzelektronik
im
Deckshaus
ist
dies
nicht
aufgefallen.
Es
wäre
besser
gewesen
die
Aufbauten
aus
leichtem
Material
herzustellen
und
alle
elektronischen
Komponenten
im
Rumpf
zu
verbauen.
Da
ich
nicht
alles
neu
bauen
wollte,
habe
ich
den
Schwerpunkt
des
Schiffes
tiefer
gelegt.
Dazu
wurde
die
Auflageplatte
für
die
Akkus
entfernt
und
2
Akkus
sowie
die
Bleigewichte
direkt
auf
den
Rumpfboden
gelegt.
Der
Lautsprecher
der
sich
in
den
Aufbauten
befand
wurde
in
den
Rumpf
verlegt.
Zusätzlich
zu
den
beiden
Akkus
mit
insgesamt
1,9
kg
ergibt
sich
jetzt
ein
Ballastgewicht
von
2
kg.
Die
Probefahrt
ergab
eine
sehr
gute
Lage
des
Rumpfes
im
Wasser.
Die
Krängung
ist
jetzt
nicht
mehr
so
problematisch
und
die
Windanfälligkeit
gering.
Bei
leichten
Aufbauten
wäre
die
Lage
des
Schiffes
im
Wasser
sicherlich
perfekt.
Die
Speigatten
habe
ich
geschlossen
und
2
versteckte
Abläufe
angebracht,
da
die
„Hermes“
relativ
tief
im
Wasser
liegt und öfters Wasser überkommt.
Fazit
Da
das
Modell
11,3
kg
wiegt
und
1,22
m
lang
ist
gestaltet
sich
der
Transport
schwierig.
Das
Einsetzen
des
Modells
an
hohen
Ufern
oder
Stegen
wird
manchmal
zum
Problem,
vor
allen
bei
etwas
älteren
Schiffsmodellbauern.
Also
habe
ich
ein
Einsetzgestell
konstruiert
und
aus
12
mm
Kupferrohr
gebaut.
Die
einzelnen
Rohre
sind
mit
den
dazugehörigen
Fittingen
verbunden.
Die
Lötarbeiten
hat
ein
Modellbaukollege
durchgeführt.
Zur
Polsterung
habe
ich
Isolierungen
für
Heizungsrohre
verwendet.
Das
Gestell
ist
75
cm
hoch,
44
cm
breit
und
der
Ausleger
ca.
40
cm
tief.
Der
Knick
des
Auslegers
nach
oben
beträgt
15
cm.
Um
die
Biegung
des
Auslegers
bei
Belastung
zu
minimieren,
ist
ein
Rohr
im
oberen
Bereich
und
2
Rohre
im
unteren
Bereich
schräg
verbaut.
Getestet
habe
ich
die
Belastung
bis
etwa
13
kg.
Damit
lassen
sich
auch
größere
Modelle
gut
einsetzen.
Bei
schmalen
und
hohen
Modellen
muss
man
etwas
aufpassen,
damit
diese
beim
Tragen
und
Einsetzen
nicht
umkippen.
Das
Gestell
wird
sehr
gern
von
anderen
Modellbauern
zur
Schonung
des
Rückens
benutzt.
Insgesamt
ist
es
ein
sehr
schönes
Modell
geworden,
konzipiert
als
Fahrmodell.
Mit
der
verbauten
Motorisierung
ist
es
sehr
schnell
und
durch
die
Querstromruder
lässt
es
sich
gut
manövrieren.
Die
„Hermes“
zeigt
ein
sehr
gutes
Fahrbild.
Trotz
meines
Umbaus
des
Rumpfes
verzichte
ich
bei
zu
hohem
Wellengang
und
starken
Wind
auf
eine
Fahrt.
Die
Fahrzeit
beträgt
jetzt
im
gemischten
Betrieb
etwa
1,5
h.
Bei
voller
Geschwindigkeit,
mit
Sound
und
Licht
werden
ca.
3,6
A
verbraucht.
Das
Modell
ist
seit
2018
im
Einsatz.
>> zur ausführlichen Chronik
Quellennachweis
- Zeitschrift Werft-Reederei-Hafen, Heft 18/1923, Springer Verlag Berlin, 1923
- Harksen, H. „Das Logbuch“, 15.Jg., 1979, Heft 2 Zeitschrift des Arbeitskreises historischer Schiffbau e.V., 1979
- Oesterle, Bernd, Zeitschrift „Modellbau heute“ Heft 5/1979 Militärverlag der DDR, Berlin, 1979
- „Ein schnelllaufendes Bergungsschiff“ Hamburger Nachrichten, 14.06.1923 Hermans Verlag, 1923
- Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1918-1945, Band 6 , Verlag: Monch (Bernard & Graefe Verlag GmbH & Co. KG,
2000)
- Heft „Strandgut“ Nr 20, Bugsier-Reederei und Bergungs GmbH 1866-2016
Technische Daten
Fotos
August 2014
März 2015
VM trifft KM
VM trifft KM
September 2015 - Jungfernfahrt in Crinitz
Dezember 2015
Mai 2016
Juli 2017
Mai 2018
Mai 2018
Einsetzgestell